Zitat:
Stell dir das Usenet als eine riesige Sammlung von Schwarzen Brettern vor. Diese Bretter heißen Newsgroups oder auf deutsch Newsgruppen, ich werde sie hier „NGs“ abkürzen.
Das Ganze ist einem Web-Forum nicht unähnlich, aber viel eleganter.
Gespeichert werden diese NGs nicht auf einem zentralen Rechner irgendwo, sondern parallel auf tausenden von Usenet-Servern auf der ganzen Welt (das ist schon mal der erste Unterschied zu einem Webforum). Jeder dieser Server steht ständig in Kontakt mit ein paar anderen (die nennt er seine peers), diese wieder mit ein paar anderen, und so ergibt sich ein Netzwerk, auf dem sich die Informationen bis in den letzten Winkel verteilen; es gibt keine Zentrale, keine Leitstelle, jeder Server ist für sich selbst und die Einhaltung der Regeln verantwortlich, auf die man sich geeinigt hat. Das Usenet ist völlig dezentral aufgebaut.
Die NGs sind nach Themenbereichen geordnet und benannt, damit man sich auch zurecht findet. Bei den zigtausend NGs, die es gibt, verliert man sonst schnell die Übersicht. Das sind deshalb so viele, weil es praktisch zu jedem, aber auch wirklich jedem Thema, das du dir nur denken kannst, eine NG gibt.
Threads
Diese Schwarzen Bretter hängen natürlich voller Zettel. Da hat z.B. einer gefragt, wo er den Wetterbericht für das Nordkap online abrufen kann.
Diesen Zettel liest ein anderer und weiß eine Antwort. Dann schreibt er diese Antwort auf einen neuen Zettel, Zettel 2, den er an Zettel 1 „anhängt“.
Einem dritten Mitleser fällt eine ergänzende Bemerkung zum Zettel 2 ein, oder eine Nachfrage – also verfasst er einen Zettel 3 und klammert ihn an Zettel 2 an.
Und so entsteht zu diesem speziellen Thema eine Struktur von Fragen und Antworten, ein Thread oder im Netscape-Deutsch „Diskussionsfaden“:
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