Vize hat geschrieben:
ich will mich da jetzt nicht in verschuldung pro und kontra einmischen,
aber wer hilft dir im notfall? Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst bis auf letzteren sind die Hilfeleistungen zumeist kostenfrei. Wer zahlt das?
Das wird aus steuergledern finanziert.
[...]
Hilfeleistungen kostenfrei? Da muss ich aber mal kräftig lachen, du hattest sicher noch nicht das Vergnügen.
Als bei mir wegen einem kleinen Brand die Feuerwehr angerückt kam hab ich später eine ganz detaillierte Rechnung über jede noch so kleine Leistung incl. Verbrauchsstoffe usw. bekommen.
Nur weil dies dann von meiner Versicherung übernommen wurde ist das also noch lange nicht kostenfrei, die Versicherung muss ich schließlich auch bezahlen (bzw. die sozialgemeinschaft aller Versicherten dieser Gesellschaft unter mitfinanzierung des Verwaltungsapparates der Versicherungsgesellschaft)
Und was diese Forderungen im Ausland angeht, die höher sind als die Kredite: Das sind zum guten Teil Forderungen an Länder (z.B. "Entwicklungsländer", denn Dritte-Welt sagt "man" ja nicht mehr), die diese Schulden NIEMALS bedienen werden, nicht mal die Zinsen. Selbst Russland zahlt seine Schulden nicht regelmäßig ab.
Da wird dann immer mal wieder ein tolles neues Geschäft gemacht und großzügig der alte Schuldenbestand unter den Tisch fallen gelassen.
Oder für gleich ganz ohne Gegenleistung ein Schuldenerlass geschenkt.
Auf gut Deutsch: Wenn du Forderungen in großer Höhe gegen ein völlig bankrottes Unternehmen oder zahlungsunfähigen Staat hast sind diese Forderungen einfach wertlos.
Und was das versickern der Gelder angeht: damit meine ich, das das Geld für Nicht-wertschöpfende, überflüssige Leistungen verbraten wird.
Beispiel:
Wenn ein Finanzbeamter eine (völlig unsinnige, aber in einem der unzähligen Gesetze verankerte) Tätigkeit ausübt, wird damit kein Produkt hergestellt. Der Finanzbeamte wird aber von Steuergeld monatlich bezahlt.
Würde selbiger Finanzbeamte aber mit gleichem Zeit- und Geld-Aufwand beschäftigt um z.B. Apfelbäume zu züchten und zu pflegen, so gäbe es eben als Produkt um diese Menge mehr Äpfel pro Jahr.
Voraussetzung wäre, das die andere unsinnige Tätigkeit entfällt.
Ließe man also alle unsinnigen Tätigkeiten und Geldausgaben entfallen, so wäre die Produktivität unserer Gesellschaft um einiges höher.
Klar, zunächst wäre das für die Firmen, die von diesen unsinnigen Geldausgaben profitieren schlecht, die müssten sich der neuen Marktsituation anpassen. Aber insgesamt würde die Kaufkraft der Bürger dieses Landes doch steigen, da der selben Arbeitsleistung nun eine höhere Quantität an Produkten gegenüberstünde.
Das setzt natürlich voraus, das dieser oben genannte (Ex-)Finanzbeamte sich nicht einfach weigert, Äpfel zu züchten, sondern darauf besteht seine unsinnige unproduktive Tätigkeit weiterzuführen und weiterhin sein Beamtengehalt dafür eizusacken.
Und das ist nämlich der Kern des Problems: Einmal zugesicherte Privilegien werden NIEMALS wieder abgebaut.