Ich poste einfach mal Songtexte von Subway to Sally:
Böses Erwachen
Komm nur komm, umarm die Wölfin
du wirst nicht gefressen werden
denn sie leidet keinen Hunger
in den Dörfern, bei den Herden
komm nur komm, greif nach der Schlange
längst ist all ihr Gift versiegt
auf dem Bauch ist sie gekrochen
und der Staub hat sie besiegt
böses Erwachen
komm nur komm, geh mit den Schafen
die allein zur Schlachtbank traben
sicher wird man dich verschonen
sich am Blut der andern laben
komm nur komm, geh durch das Feuer
denn es schützt dich ja mein Wort
geh für mich zur andern Seite
dort lebst du dann ewig fort
böses Erwachen
komm nur komm zum Kreuz gekrochen
zu dem Kreuz, das du verachtest
das du noch vor ein paar Wochen
in den Staub zu treten dachtest
Die Rose im Wasser
Im Haar ein Nest von jungen Wasserratten
so treibt ihr schlanker Körper auf der Flut
so bleich und kalt ist sie, daß eine Weide
viel Blätter auf sie weint in stummer Qual
und rings umher im Wasser blühen Rosen
der Liebsten die roten
die weißen den Toten
am Ufer hockt ein alter Salamander
und hebt den Drachenkopf ins Sonnenlicht
er weiß nichts von den Schmerzen einer Jungfrau
von Grausamkeit und auch von Liebe nichts
und rings umher im Wasser blühen Rosen
der Liebsten die roten
die weißen den Toten
das Abendrot vergoldet ihre Wangen
ein Aal schlüpft über ihre weiße Brust
und durch die Zweige geht ein letzter Seufzer
ein Hauch von Trauer und ein Hauch von Lust
und rings umher im Wasser ...
Ohne Liebe
Ein Bursche war, den sie gern sah
der gab ihr das Geleit
da war im Wald ein stiller Fleck
dort blieben sie zu zweit
sie lag und sah zum Sternenkreis
das Haar im feuchten Moos
der Busche legte ungeschickt
die Hand in ihren Schoß
er hat sie berührt
ohne Liebe sie verführt
ein zweiter kam, der nahm sie mit
auf´s Linnen weiß und rein
in diesem Linnen, dachte sie
will ich begraben sein
er küßte ihre Haut mit Lust
und war erschrocken fast
wie sie, so jung, so fiebernd heiß
und zitternd ihn umfaßt
er hat sie berührt ...
ein dritter und ein vierter kam
da tat´s schon nicht mehr weh
die Kälte kroch ganz langsam ihr
vom Scheitel in den Zeh
und als der fünfte von ihr ging
gefror sie ganz und gar
das Fieber kam nie mehr zurück
und grau wurde ihr Haar
er hat sie berührt ...
Ratten
Es war einst ein König, mit großer Macht
der hat über Gott und den Teufel gelacht
er hatte sein Volk gequält und beraubt
am Hof hatte er sich sicher geglaubt
doch dann kam der Pöbel mit Sense und Axt
und hat seinen Herren den Garaus gemacht
aber der König, der größte Tyrann
der war die Ratte, die schwimmen kann
die Ratten verlassen das sinkende Schiff
und der, den die harte Strafe dann trifft
der war nicht schnell genug, um zu fliehn
man sieht die Ratten in Sicherheit ziehn
es war einst ein Prediger, in fernem Land
der brachte die Menschen um den Verstand
sie gaben ihm alles: ihr Gold und die Tiere
und kostbare Stoffe, damit er nicht friere
sie brachten die schönste Jungfrau zu ihm
und waren bereit, in die Fremde zu ziehn
doch schon als sie schliefen und träumten vom Glück
stahl er sich von dannen und kam nie zurück
die Ratten verlassen das sinkende Schiff ...
es brechen die Planken, es neigt sich der Mast
es stürzen die Menschen in tödlicher Hast
sich tief in die Fluten, doch allen voran
entkommt nur die Ratte, die schwimmen kann
die Ratten verlassen das sinkende Schiff ...
copyright liegt immer bei Bodenski
KlaffiX
[ 02 August 2001: Beitrag editiert von: KlaffiX ]