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  Atomausstieg selber machen
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    BeitragVerfasst: 10.07.2008 20:43 
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Im Zuge der aktuellen Debatte, den längst beschlossenen Atomausstieg rückggängig zu machen und alte, störanfällge Reaktoren zur Gewinnmaximierung der vier großen Energiekonzerne weiter am Netz zu lassen, hat sich ein Bündnis diverser Umweltorganisationen, Verbraucherschutzverbände und Anti-Atomkraftinitiativen gegründet:

http://www.atomausstieg-selber-machen.de

Ich wollte eh den Stromanbieter wechseln...


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    BeitragVerfasst: 11.07.2008 11:14 
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und woher soll der strom kommen wenn nicht von den vorhandenen AKW?
Bei wem heute Atomstrom aus der Steckdose kommt bei dem kommt er auch nem anbieterwechsel raus( wenn mans elektrotechnisch betrachtet wird der strom garnicht durch die leutung gedrückt sondern die elektronen nur angeregt. bei den 50H die anliegen rutschen die Elektronen halt nen stück vor und nen stück zurück. das 50mal pro sekunde...)
Auch der Punkt dass Atomstrom billiger sei als anderer ist blödsinn, der einzige Punkt warum am Atomstrom momentan kein weg vorbei führt ist die C0² belastung.
Wenn die AKW abgeschaltet werden und so wies momentan aussieht durch Kohlekfraftwerke ersetzt werden war das nen ziemlicher schuss in den Ofen.
Man darf zwar bei dieser "Umweltbilanz" nicht vergessen, was für Umweltschäden beim Uranabbau entstehen, aber verglcihen mit der C0² Belastung die bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe entsteht liegt der Vorteil klar beim Atomstrom.

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Unter die grössten Entdeckungen, auf die der menschliche Verstand in den neuesten Zeiten gefallen ist, gehört meiner Meinung nach wohl die Kunst, Bücher zu beurteilen, ohne sie gelesen zu haben.

Georg Christoph Lichtenberg


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    BeitragVerfasst: 11.07.2008 11:45 
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Es geht ja auch nicht darum welchen Strom du verwendest, sondern welchen du bezahlst. Damit kannst du die Anbieter beeinflussen.

Aber selbst wenn alle privaten Haushalte auf Atomstrom verzichten, bleiben immernoch genug Abnehmer in der Industrie. Und dann müsstet ihr auch darauf achten dass die Hersteller der Produkte die ihr kauft keinen Atomstrom benutzen. Viel Spaß dabei...

Es gibt übrigens nen einfachen Weg die alten Kraftwerke abzuschalten. Ohne Energieengpässe und ohne vergrößerten CO² Ausstoß. Einfach neue Kernkraftwerke bauen.
Aber dazu müsste man erst mal die Nucleophobie im Wählervolk überwinden.

Ach ja: Wenn ich mir die Aktienkurse der Energieunternehmen anschaue machen die wohl weniger Gewinnmaximierung, sondern Verlustminimierung.

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Intelligenz ist die Fähigkeit, Arbeiten durch Nachdenken zu erledigen oder die fehlende Notwendigkeit bestimmter Arbeiten zu erkennen. Intelligente Menschen gelten daher oft als faul. (aus Kamelopedia, der freien Kamel-Enzyklopädie)


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    BeitragVerfasst: 11.07.2008 13:14 
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die vermeintlich günstigen kosten des atomstroms liegen u.a. daran, daß die entsorgungsproblematik bis heute nicht geklärt ist. die kosten werden irgendwie geschätzt, die mit sicherheit wesentlich höheren endkosten wird dann irgendwann so oder so der steuerzahler tragen müssen. sofern es irgendwann ein gangbares konzept gibt...

und uran ist auch in 20-30 jahren alle. vielleicht sogar noch früher. kernkraft ist nicht der strom der zukunft! einzig regenerierbare energien bleiben uns auf lange sicht erhalten, das ist schon sehr, sehr lange bekannt, es ist nur in der gesellschaft noch lange nicht verankert. in den köpfen der vier oligopolisten, die den strommarkt (nicht nur in deutschland) beherrschen, natürlich auch nicht. die wollen den für sie fast kostenfreien atomstrom gerne weiter produzieren. sind die AKWs ja längst abgeschrieben. der kunde hat davon nicht viel, wohl aber die aktionäre.

teurer wird der strom für uns so oder so werden. sei es durch die verknappung der rohstoffe oder durch die konsequente umstellung auf regenerative energien. über den preis wird letztendlich auch der verbraucher, sei es industrie oder privat umdenken und das handeln ändern müssen. das stromsparpotential ist gewaltig! die geräteindustrie interessiert das aber einen scheiß, die verkaufen z.b. lieber praktische stand-by-geräte anstatt welche, bei dem man aufstehen muss um sie einzuschalten.

aber die "nuklearphobie" in den meisten köpfen ist in dem moment vorbei, wo der mensch mehr zahlen muss - sieht man momentan sehr deutlich... es wird zeit für einen folgenschweren unfall, auch wenn das jetzt sehr sarkastisch geschrieben ist.


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    BeitragVerfasst: 11.07.2008 17:49 
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Stell dir vor, du bestreibst ne Tankstelle und dein Abfallkonzept sieht so aus:
- "Wir sammeln öliges Oberflächenwasser und Tankreste in diesen sicheren Tonnen. Die gehen auch nicht kaputt, wenn sie umfallen und stehen da hinten unterm Dach."
- "Und dann?"
- "Ja mal kucken, ne? Steht doch erstmal gut, bis der Platz voll ist haben wir sicherlich einen besseren Lagerplatz gefunden."

Fast jede Firma würde für ein "Konzept" geschlagen werden!

Bei der Photovoltaik bin sogar ich skeptisch, weil Produktion und Entsorgung nicht unproblematisch sind, lohnt vielleicht nicht immer und überall. Aber zumindest diese Warmwasserpanel könnte jeder haben.
Ich habe keine Atomphobie, sehe darin aber mehr Nach- als Vorteile.

Die "Ökostrome" fördern Forschung und Neubau dezentraler Anlagen, durch höhere Nachfrage werden die Teile dann auch günstiger. Die AKW wurden mit erheblicher staatlicher Unterstützung gebaut, die jetzigen Zahlungen sind dagegen mager.
Muß auch nicht immer ein Windrad sein, Kraft-Wärme-Kopplung und Blockheizkraftwerke sind auch mit Kohle und Gas sehr effektiv.

Grundsätzlich: Wenn ich einfach nehme, was man mir vorsetzt, dann bekomm ich Strom aus den ältesten Kraftwerken, weil's dem Konzern am billigsten kommt. Wenn ich meinen Wunsch ausdrücke (oder gar vertraglich festlege), wie der Strom produziert werden soll, dann ändert sich wenigstens ein bisschen was. Ich schalte Zuhause ja auch die Lampen aus, wenn ich sie nicht brauche und sag nicht "macht eh keinen Unterschied im globalen Verbrauch".

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Das Unsympathische an den Computern ist, daß sie nur ja oder nein sagen können, aber nicht vielleicht.
Brigitte Bardot


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