Meines Wissens als erster Einzelhändler in Deutschland führt
Karstadt RFID-Ettiketten im Verkaufsbereichein. Davon betroffen sind vorerst sind nur Jeans, die bereits vom Anlieferer mit RFID-Chips bestückt werden, die dann beim Bezahlen entfernt werden sollen. Den Angaben zufolge werden die auf den Chips gespeicherten Daten nicht mit Kundendaten verknüpft.
RRFID-Chipskönnen berührungslos ausgelesen und je nach Spezifikation auch beschrieben werden. Die neuen Deutschen Reisepässe sind u.a. mit dieser Technik versehen. Problematisch sind sie spätestens dann, wenn über den Menschen, der mit solchen Chips bestückt ist, Bewegungs- und Käuferprofile erstellt werden. Wohlbemerkt i.d.R. ohne sein Wissen! Und spätestens mit der bargeldlosen Bezahlung oder den Payback-Karten ist die Verknüpfung von RFID zur Person hergestellt.
Apropos Payback und Konsorten: deren Nutzen ist für den Kunden gleich Null, was aber offenbar kaum jemand, der sowas benutzt, wahr haben will. Die tollen Prämien dieser Karten werden auf den Verkaufspreis der Waren aufgeschlagen (die Verkaufspreise sind durchschnittlich nachweisbar höher in den Läden, die Kundenbindung über Prämiensysteme anbieten), dafür haben die Ladenketten super detailliertes Wissen über die Verbrauchs- und Einkaufsgewohnheiten einer sehr großen Masse von Bürgern!). Aber ich schweife ab...
Zur Deaktivierung von RFID-Chips empfehlen manche Leute die Mikrowelle, ein paar Sekunden dieser Strahlung soll die Chips zerstören. Für den Reisepass reicht aber auch ein wenig Alufolie aus, welche man um den Ausweis macht. Allerdings klingen diese Tipps sogar in meinen Ohren arg paranoid...