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  [Review] Gigabyte GA-MA69VM-S2 + AMD Sempron64 LE-1200
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    BeitragVerfasst: 20.09.2008 03:10 
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Da dieser Bereich ja relativ inaktiv ist, kann ich ja meine Reviews die ich letzte Woche verfasst habe in einem anderen Forum hier ja auch mal posten.
Ich bin vielleicht einer der wenigen alt Member hier, die noch relativ aktiv sich mit Hardware beschäftigen und recht oft basteln.
Vielleicht interessiert es ja den einen oder anderen dennoch.

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen.

Gruß

Kim

Review über 2 Produkte: Gigabyte GA-MA69VM-S2 und AMD Sempron64 LE-1200 (45w TDP)

Bild
Quelle Gigabyte
Mainboard Gigabyte GA-MA69VM-S2

+

Bild
Quelle AMD
CPU AMD Sempron64 LE-1200

Übersicht der Spezifikationen

Mainboard: Gigabyte GA-MA69VM-S2
Herstellerlink: Gigabyte Deutschland
Preis: ca. 46€
Specs:
  • Sockel - AMD Socket AM2/ AM2+
  • Chipsatz - AMD 690V
  • Unterstützer Ram - Dual Channel DDR2 800/667/533/400
  • Anzahl Ram Bänke - 4x DDR2
  • Ram max - 16 GB
  • 1x PCI-Express X16
  • 1x PCI-Express X4
  • 2x PCI
  • Onboard VGA
  • SATA RAID 0, 1, 0+1
  • Lan - Realtek RTL8110 PHY(10/100/1000Mbit)
  • 8 Kanal Audio
  • 1x PATA133 / 4x SATA 3Gb/s
  • 10x USB2.0
  • Format - mATX
  • System Bus - 2000MHz

CPU: CPU AMD Sempron64 LE-1200 Boxed
Herstellerlink: AMD
Preis: ca. 22€
Specs:
  • Model - LE-1200
  • Revision - G1
  • Core Speed - 2100MHz
  • System Bus - 1600MHz
  • Voltages - 1.20V/1.35/1.40V
  • Max Temp - 65°C
  • TDP - 45W
  • L1 Cache - 128KB
  • L2 Cache - 512KB
  • Strukturgröße - 65nm

[center]Vorwort[/center]
Gestern entschied ich mich dazu, meinen File-Server ein Upgrade zuspendieren. Nach über 8 Jahren treuem Dienst war es endlich mal an der Zeit. Natürlich erhoffte ich mir eine Leistungssteigerung bei bestimmten Operationen (dazu später mehr).

Da der Fileserver rund um die Uhr läuft war es mir wichtig, das die neuen Komponenten so wenig wie möglich Energie verbrauchen, ausserdem braucht ein File-Server nicht viel Rechenleistung. Bisher verrichtete ein AMD AthlonXP 2200+ nebst 512MB DDR1 Ram und einer ATI Rage128 AGP den Dienst.

Meine Entscheidung fiel diesmal auf ein mATX Board inklusive integrierter Grafikkarte, dem Gigabyte GA-MA69VM-S2, welches schon letztes Jahr erschienen ist. Ausserdem eine kleine stromsparende CPU von AMD, den Sempron 64 LE-1200. Die Hauptpriorität meiner Entscheidung lag in erster Linie bei dem Preis (Gesamtpreis gerademal ca 67€!) und dem Energieverbrauch.

Als Ram kommt 1x 1GB DDR2 6400 von MDT zum Einsatz, welchen ich hier noch zuliegen hatte.

[center]Verpackung/Lieferung[/center]

1. Verpackung:
Bild
Board und CPU werden in den typischen Kartons geliefert, wobei der Gigabyte Karton relativ schlicht daherkommt.

2. Inhalt:
Bild
Dem Board liegt folgendes bei:
  • Anleitung (nur in Englisch)
  • 2x Sata Kabel
  • 1x ATA133 Kabel
  • 1x Floppy Kabel
  • 2 Treiber CD's (1x für Vista und 1x für XP/2000)
  • IO Blende
Eine sehr überschaubare Ausstattung. Bei einem Preis von ca 46€ sollte man nicht allzuviel Zubehör erwarten.

3. CPU:
Bild
Die Boxed Version des LE-1200. Der bekannte AMD Boxed Kühler ist dabei inklusive aufgetragener WLP.

[center]Einbau und Installation[/center]

Der Einbau verlief auch mit diesem Bundle problemlos und ohne Fehler.

[center]Bild[/center]

Die CPU wurde sofort erkannt und auf dem VGA Ausgang gab es ebenfalls beim Erststart sofort ein Bild.

[center]Bild[/center]

Die Installation von WinowsXP Pro SP3 verlief ohne Probleme, die meisten Geräte mußten jedoch mittels Treiber CD nachinstalliert werden, da Windows diese sonst nicht erkannte.

[center]Das Mainboard[/center]
[center]Bild[/center]
[center]Quelle Gigabyte[/center]

Das Mainboard ist im Juni 2007 erschienen, also seit etwas mehr als einem Jahr auf dem Markt und basiert auf dem 690V Chip von AMD.
Es verfügt über einen PCI-E x16 (1.1) und einen PCI-E x4. Es können zusätzlich noch 2 herkömmliche PCI Slots belegt werden.
Für den Ram-Ausbau stehen insgesamt 4 Bänke zur Verfügung, die bei richtiger Bestückung im Dual-Channel laufen.
Es können 4 Sata, 1 Pata (2 Geräte) und 1 Diskettenlaufwerk direkt an das Board angeschlossen werden. Die Sata-Ports verfügen darüber hinnaus noch über Raid-Modis.
Sowohl North- als auch South-Bridge werden durch normale Alu passiv Kühlrippen gekühlt. Als Southbridge kommt die SB600 von AMD zum Einsatz.
Der Lan-Port wird über einen extra Chip des Herstellers Realtek angebunden. Der Soundchip kommt ebenfalls von Realtek und trägt die Bezeichnung ALC 888. Dieser kann bis zu 8 Kanäle ansteuern mit dem geeigneten Boxen System.

[center]Bild
Quelle Gigabyte[/center]

Bis zu 10 USB2.0 Ports stehen zur Verfügung, 4 sind direkt zugänglich über das IO Backpanel, 6 weitere können über das Board noch angesteuert werden.
Der auf dem Bild abgebildete Firewire Port ist in der derzeitigen Version nicht mehr vorhanden, was auf weitere Einsparmaßnahmen hindeutet um den Preis möglichst gering zuhalten.
Desweiteren sind folgende Ports direkt am IO Backpanel zuerreichen:
  • PS/2 Keyboard Port
  • PS/2 Mouse Port
  • Parallel Port (LPT)
  • Com Port
  • VGA Port
  • 10/100/1000 RJ-45 Lan Port
  • 7.1 Audio Out
Ein weiterer Com Port und SPDIF können über das Mainboard optional angeschlossen werden.

Neben dem GA-MA69VM-S2 gibt es noch ein sehr ähnliches Board, welches sich jedoch nur in der Größe (und Preis) unterscheidet.

GA-MA69VM-S2 -> mATX
GA-MA69G-S3H -> FullATX

Beide Boards sind im grunde identisch, natürlich hat das GA-MA69G-S3H durch die FullATX Größe ein paar mehr PCI-E x1 Slots.

[center]Bild[/center]

Als Bios kommt die Version F8 zum Einsatz. Diese war schon ab Kauf aufgespielt und ist die aktuellste Version, die es für dieses Board gibt.

Ein paar Nachteile gibt es allerdings mit diesem Board dennoch, die ich euch nicht vorenthalten möchte.
Zum einen ist das der Videoausgang in Form eines analogen Sub-D. Das Board bietet keine Möglichkeiten das Videosignal digital als DVI oder gar HDMI auszugeben.
Ausserdem kommt wie oben schon erwähnt die SB600 von AMD zum Einsatz. Diese ist in vielen anderen Tests auf anderen Boards schon negativ aufgefallen, aufgrund der geringen USB2.0 Übertragungsrate. Ein weiterer negativer Punkt, welches eher Overclocker betrifft ist das Bios. Dazu aber später mehr.

[center]Die integrierte Grafikeinheit[/center]

Als Grafikeinheit kommt der ATI Radeon Xpress 1200 zum Einsatz. Ein etwas in die Jahre gekommener Chip mit Hyper Memory, was soviel bedeutet, als das die Grafikeinheit sich den Ram mit dem Hauptspeicher teilt.
Im Bios kann man einstellen wieviel Ram vom Hauptspeicher dem Grafikteil zugewiesen werden soll. Ausserdem kann im Bios der GPU Clock direkt eingestellt werden. Standardmäßig steht dieser auf 400MHz.
Der Radeon Xpress 1200 wird noch in 80nm Strukturgröße gefertigt und beherrscht nur DirectX 9 und Shader Modell 2.0. Der Bus beträgt 64Bit und ist damit am unteren Ende angesiedelt.
[center]Bild[/center]

Da dieses Board mit der integrierten Grafik sicherlich nicht als Gamer Bundle ausgelegt ist, war die magere Leistung der Grafikeinheit von vornerein klar gewesen.
In meinem File-Server spielt die grafische Leistung überhaupt keine Rolle, dennoch habe ich 3DMark06 mal drüber laufen lassen.

[center]Bild[/center]

Im Vergleich zu meinen anderen Systemen (spaßes halber):
3DMark 06, Standard Einstellungen
|||||||||||1060 Punkte - AMD Athlon X2 4850e@3,0GHz/Nvidia GeForce 8300
||||||||||986 Punkte - AMD Athlon X2 4850e@2,75GHz/Nvidia GeForce 8300
|||||||||911 Punkte - AMD Athlon X2 4850e@2,5GHz (Standard)/Nvidia GeForce 8300
||285 Punkte - AMD Sempron 64 LE-1200@2,1GHz (Standard)/AMD 690V

Sicherlich mag es auch noch damit zusammenhängen, das ich der Grafikeinheit nur 64MB Speicher zugewiesen habe, aber wie gesagt, mehr ist für den File-Server Betrieb eh nicht notwendig. Es muß unter XP lediglich der Desktop dargestellt werden.

[center]Die CPU[/center]
[center]Bild[/center]
[center]Quelle AMD[/center]

Die neue AMD Sempron LE Serie ist erst im Januar 2008 auf den Markt gekommen. Die Marke Sempron führte AMD mit der damaligen Athlon XP Serie ein und steht für die Low-Kost CPU's aus der Produktfamilie. Vor der Namensänderung in Sempron hießen die Low-Kost CPU's von AMD noch Duron. Die Sempron Reihe ist der Gegenpart zu Intels Celeron Reihe, wobei die ersten Semprons mit echtem Dual-Core noch ein wenig auf sich warten lassen, wohingegen Intel mit dem E1200/E1400 schon Dual-Core Celerons auf den Markt gebracht hat.
Aktuell sind die Semprons also noch Single-Core Prozessoren. Allerdings haben auch die noch ihre Daseinsberechtigung. Nicht überall ist viel Rechenpower in Form von merheren Kernen notwendig, bsp. in kleinen Büro's wo die Office PC's nur für die Buchhaltung, Word, Excel, Mail und ein wenig Surfen benutzt werden. Oder wie in meinem Fall als File-Server um nur die Daten der Festplatten bereit zuhalten. Die meiste Zeit haben also Prozessoren in solch einem Aufgabenfeld nichts zutun und reichen von daher aus.

Die aktuelle LE-Serie ist zudem sehr stromsparend, AMD gibt eine TDP von 45W an.
Es gibt insgesamt 4 CPU's in der LE-Serie, wovon sich 2 in einem Punkt wesentlich unterscheiden, wenn man die Taktgeschwindigkeit aussenvor lässt:

LE-1100
  • Revision - G1
  • Core Speed - 1900MHz
  • L2 Cache - 256KB
LE-1150
  • Revision - G1
  • Core Speed - 2000MHz
  • L2 Cache - 256KB
LE-1200
  • Revision - G1
  • Core Speed - 2100MHz
  • L2 Cache - 512KB
LE-1250
  • Revision - G2
  • Core Speed - 2200MHz
  • L2 Cache - 512KB

Siehe auch: AMD Sempron Compare

Standardmäßig beträgt der Takt des HT-Links beim LE-1200 200MHz (effektive 800MHz) und wird mit 1,3v betrieben auf dem Gigabyte Board. Dadurch wird der Speicher nur mit 350,8MHz (effektive 701,6 MHz) betrieben, also weit unter den möglichen 800MHz.

Dennoch, was darf und kann man für eine Leistung bei einem 22€ Prozessor samt Kühler erwarten?
Nun, für diese Frage hab ich ein paar Benchmarks durchlaufen lassen.

Super PI/mod1.5 XS
Calculated 1mb

Bild

Im Vergleich zu meinen anderen Systemen:
||||||||||||||14.703 Sekunden - Core2Duo E6750 OC@3.5GHz/Gigabyte P35-DS3, Intel P35/4GB Ram OC@876MHz
|||||||||||||||||||||||||||||||31.094 Sekunden - Athlon X2 4850e@3.0GHz/Asus M3N-H/HDMI/2GB Ram 857,2MHz
|||||||||||||||||||||||||||||||31.890s Sekunden - Celeron E1200 DualCore OC@2.3GHz/ASRock 775Dual-VSTA, VIA PT880/2GB Ram 580mhz
|||||||||||||||||||||||||||||||||33.969 Sekunden - Athlon X2 4850e@2.75GHz/Asus M3N-H/HDMI/2GB Ram 785,8MHz
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||37.625 Sekunden - Athlon X2 4850e 2.5GHz/Asus M3N-H/HDMI/2GB Ram 714MHz
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||45.547 Sekunden - Sempron 64 LE-1200 2.1GHz/Gigabyte GA-MA69VM-S2, AMD 690V/1GB Ram 701,6MHz
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||46.062 Sekunden - Celeron E1200 DualCore 1.6GHz/ASRock 775Dual-VSTA, VIA PT880/2GB Ram 667MHz
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||49.188 Sekunden - Pentium4 Northwood 3.0GHz/Gigabyte 8KNXP, Intel i875P/3GB Ram 400MHz

Wie man sehr schön erkennen kann schlägt der um über 10€ günstigere Sempron den Celeron E1200 auf Standardtakt. Auch den leicht angestaubten P4 kann er locker überholen, wobei man da anmerken muß, das der P4 wesentlich mehr Energie verbraucht und wesentlich heißer wird.

________________________
[center]
E6750@3,5GHz (Gigabyte GA-P35 DS3)|GeForce 8800GTS 640mb@660(GPU)/2000(Memory)/1600(Shader)|2x 2gb G.Skill8000@876MHz)|BeQuiet 500W SP|6x 22" TFT's, 2 am Main Sys
>>More Details: Bild<<
P4 3GHz HT Northwood (Gigabyte 8KNXP, i875P)|NV 7600GT|2x 1gb Corsair XMS 3200/2x 512mb Infinion3200|Chieftech 450W
E1200@2.3GHz (ASRock 775Dual-VSTA)|NV 4200Ti|2x 1gb MDT6400|450W NoName!
AMD Athlon X2 4850e@3GHz (Asus M3N-H/HDMI)|NV 9200|2x 1gb MDT6400|Enermax Pro 82+ 425W
[/center]


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    BeitragVerfasst: 20.09.2008 03:11 
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SiSoft Sandra Lite Arithmetik Benchmark

Bild

Auch hier zeigt sich ein ähnliches Bild. Der LE-1200 kann den P4 locker schlagen, trotz geringer Taktung und dem AMD64 3200+ ohne weiteres das Wasser reichen. Die Dual-Cores ziehen natürlich von dannen, aber die spielen auch in einer ganz anderen Preisklasse.

SiSoft Sandra Lite Speicherbandbreite

Bild

In der Speicherbandbreite liegt der Sempron mit dem 690V ein wenig zurück, was aber auf den geringeren HT-Link Speed zurückzuführen ist, da die Speicherbandbreite genauso wie bei den X2 vom HT-Link abhängig ist und mit Erhöhung skaliert.
Dennoch reicht die Bandbreite von 3700MB/s aus im Bereich Office und File-Serving.

[center]Temperatur und Lautstärke[/center]

Ein sehr interessanter Punkt, der mich gleich zuanfang im Bios schon verwundert hat war die Temperatur der CPU.
Nicht nur, das die CPU eine TDP von 45W hat, sie bleibt auch noch sehr schön kühl. Selbst in einem stickigen Büro ohne Klimaanlage wäre der Sempron noch weit entfernt von der maximal Temperatur, die AMD angegeben hat mit 65°C.

Bild

20°C im Idle können sich sehen lassen! Zumal der normale Boxed-Lüfter eingesetzt wird. Das ist ein Traumwert, den ich mir schon bei manch anderer CPU's gewünscht hätte *g*.
Trotz der 2700 Upm des Lüfters, ist der Boxed sogut wie unhörbar. Erst wenn man sein Ohr an das Gehäuse hält vernimmt man ein leichtes Säuseln.

Das verblüffendste kommt allerdings jetzt erst:

Bild

Prime95 lief zudem Zeitpunkt schon 22 Minuten. Die CPU war also unter 100% Last, dennoch erreichte die maximale Temperatur der CPU nur einen Wert von gerademal 27°C! Respekt! Und das mit Boxed Lüfter und der beigefügten WLP.
Bei so geringen Werten braucht man sich in einem kleinen Office Rechner oder File-Server garkeine Sorgen machen, selbst im Hochsommer.
Auch die Lautstärke ist gleichgeblieben, da der Lüfter nicht schneller rotiert als vorher.

[center]SATA Übertragungsrate[/center]

Ein weitere interessanter Punkt ist die Sata Übertragungsrate.
Ich spreche diesen Punkt in diesem Review an, aufgrund der Umstände, weshalb ich meinen Server Upgrade.
Die vorhandene 750Gb SATA Platte wurde im alten System an einem extra Sata 4 Port PCI Contoller betrieben der Marke Delock.
In einem Post im Forum (unter Festplatten) wurde ein Geschwindigkeitsvergleich aufgestellt zwischen unterschiedlichen Systemen.
Dabei stellte sich herraus, das der Betrieb einer Sata Platte über den betagten PCI Bus und alten Chipsatz meines Servers (Via KT133) stark ausgebremst wird.

HD Tune Pro 3.00 (trial version)
750GB Samsung Sata an Delock PCI Sata Controller, Athlon XP 2200+, Via K133

Bild

Nach der Neuinstallation auf dem neuen System habe ich dementsprechend den Benchmark wiederholt.
Die Festplatte läuft nun über den Onboard Sata Controller im AHCI Mode:

HD Tune Pro 3.00 (trial version)
750GB Samsung Sata Onboard Sata Controller AMD SB600, Sempron64 LE-1200, AMD 690V

Bild

Wie sich nun deutlich zeigt ist die Maximum als auch Average Read um einiges gestiegen. Auch die Burst-Rate ist mehr als doppelt so hoch. Die Platte kann nun die volle Leistung fahren und wird nicht mehr ausgebremst durch Chipsatz und Bus.
Auch die CPU Belastung ist um fast die Hälfte gesunken.

[center]Netzwerk-Transferrate[/center]

Ein weiterer Grund bezüglich des Upgrades betrifft die Netzwerk-Transferrate. Das alte System wurde mittels Gbit PCI Karte an mein Netzwerk angebunden. Das hatte zur Folge, das ich beim Kopieren von großen Dateien über das Netzwerk stark gebremst wurde aufgrund des PCI Bus und des alten Chipsatz.

Netzwerk Operation Durchschnitt
kopieren von einem 4GB großen Image im Gbit Lan

||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||40MB/s - über Onboard Gbit Lan Realtek, Sempron64 LE-1200, AMD 690V
|||||||||||||||15MB/s - über PCI Gbit Lan Karte Realtek, Athlon XP 2200+, Via KT133

Die Transferrate hat sich mehr als verdoppelt! Vorallem wenn man wie ich, sehr viele GB's fast Täglich hin und her schiebt muß auf dem File-Server, was mit dem alten System recht mühseelig gewesen ist.
Ich hatte mir vorallem im Netzwerk mehr Geschwindigkeit erhofft, was auch zu meinem erleichtern eingetreten ist.
Das erleichtert die Arbeit doch um einiges.

[center]Overclocking[/center]

Natürlich wollte ich wissen, was in dem kleinen Sempron noch für Reserven drinn stecken, ausserdem habe ich versucht den Ram Takt durch Anheben des HT-Links zumindest auf 800MHz zubringen.

Leider scheiterten meine Versuche CPU und Board zuübertakten, da die Optionen, die unbedingt benötigt werden nicht vorhanden sind.
Das Board ist wie anfangs erwähnt nicht für Overclocker ausgelegt. Es fehlen die Optionen zum regeln/einstellen des vCore als auch vDimm.

Nach zahlreichen Versuchen den HT-Link anzuheben mußte ich feststellen, das das Bios in der aktuellen Fassung die Spannungen automatisch mit anhebt, was zu instabilität des Systems führte.

Auch beim Versuch den HT-Link anzuheben und den Multiplikator der CPU zu senken scheiterte, da das Bios den vDimm zu stark anhob und das System dadurch wieder instabil wurde.

Es war mir also nicht möglich die Grenzen der CPU auszuloten, was aber auch nicht weiter schlimm ist, da die Rechenleistung ja mehr als ausreicht für den Einsatz als File-Server. Ausserdem lohnt es eh kaum so einen günstigen Single-Core Prozessor zu übertakten, da der Mehrwert einfach zu gering bleibt.

Mein Gedanke lag auch mehr daran die Speicherbandbreite zuerhöhen und im gleichen Atemzug den Multiplikator zu senken um die CPU bei Standard Takt betreiben zukönnen. Die Versuche dahingehend scheiterten jedoch ebenso.

Im Endeffekt wird dadurch deutlich, das das Gigabyte Board nicht für Gamer und Overclocker geeignet ist, da die Bios Optionen gespart wurde.

[center]Fazit Mainboard[/center]

Das Gigabyte GA-MA69VM-S2 zählt aufjedenfall zu einer der günstigsten "All-Inclusiv" Mainboards und ist für den Einsatz in Office PC's oder kleine File-Server predestiniert. Die Ausstattung im Verhältnis zum Preis läßt eigentlich kaum grund zum Meckern. Ein DVI Port ist in solchen Bereichen auch meist nicht zwingen notwendig, zumal ATI dafür bekannt ist über den VGA Ausgang ein sauberes Bild zuliefern als Nvidia.
Einziger Kritikpunkt liegt in der SB600 von AMD, wobei da die ganze Serie Betroffen ist, auf allen Boards wo die Southbridge eingesetzt wird, da der USB2.0 Speed weit unterhalb des Standards liegt.
Ansonsten sind alle Anschlüsse vorhanden, die man i.d.R. im Alltags eines Büro's oder kleinen File-Server benötigt und selbst wenn man etwas vermisst, lässt es sich mittels PCI/E nachrüsten.

[center]Fazit CPU[/center]

Gute Leistung für ganz wenig Geld. Vorallem der geringe Stromverbrauch und die geringe Hitzeentwicklung, selbst unter Last, machen den Prozessor Ideal für Office PC's. Das dieser nicht über einen Multi-Core verfügt ist bei dem Preis verschmerzbar und wie schon erwähnt unter Word, Excel & Co merkt man eh keinen unterschied zwischen Single- und Multi-Core.
Wenn man alleine schon den Boxed Kühler mit sagen wir mal 10€ berechnet, dann bleiben für den Prozessor gerademal 12€!
12€ für die Mindestleistung eines Pentium4 mit 3GHz ist geschenkt!

Gruß

Kim

________________________
[center]
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    BeitragVerfasst: 20.09.2008 09:56 
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ehrlich gesagt ist das die erste geboxte AMD CPU mit der Temperatur, die man sonst nur mit teuren CPU Ventis erreicht. Scheint ein wirklich ein Schnäppchen zu sein, Gratulation dazu!


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