Da dieser Bereich ja relativ inaktiv ist, kann ich ja meine Reviews die ich letzte Woche verfasst habe in einem anderen Forum hier ja auch mal posten.
Ich bin vielleicht einer der wenigen alt Member hier, die noch relativ aktiv sich mit Hardware beschäftigen und recht oft basteln.
Vielleicht interessiert es ja den einen oder anderen dennoch.
Ich wünsche viel Spaß beim Lesen.
Gruß
Kim
Review über 2 Produkte: Gigabyte GA-MA69VM-S2 und AMD Sempron64 LE-1200 (45w TDP)
Quelle Gigabyte
Mainboard Gigabyte GA-MA69VM-S2
+
Quelle AMD
CPU AMD Sempron64 LE-1200
Übersicht der Spezifikationen
Mainboard: Gigabyte GA-MA69VM-S2
Herstellerlink: Gigabyte Deutschland
Preis: ca. 46€
Specs:
- Sockel - AMD Socket AM2/ AM2+
- Chipsatz - AMD 690V
- Unterstützer Ram - Dual Channel DDR2 800/667/533/400
- Anzahl Ram Bänke - 4x DDR2
- Ram max - 16 GB
- 1x PCI-Express X16
- 1x PCI-Express X4
- 2x PCI
- Onboard VGA
- SATA RAID 0, 1, 0+1
- Lan - Realtek RTL8110 PHY(10/100/1000Mbit)
- 8 Kanal Audio
- 1x PATA133 / 4x SATA 3Gb/s
- 10x USB2.0
- Format - mATX
- System Bus - 2000MHz
CPU: CPU AMD Sempron64 LE-1200 Boxed
Herstellerlink: AMDPreis: ca. 22€
Specs:- Model - LE-1200
- Revision - G1
- Core Speed - 2100MHz
- System Bus - 1600MHz
- Voltages - 1.20V/1.35/1.40V
- Max Temp - 65°C
- TDP - 45W
- L1 Cache - 128KB
- L2 Cache - 512KB
- Strukturgröße - 65nm
[center]Vorwort[/center]Gestern entschied ich mich dazu, meinen File-Server ein Upgrade zuspendieren. Nach über 8 Jahren treuem Dienst war es endlich mal an der Zeit. Natürlich erhoffte ich mir eine Leistungssteigerung bei bestimmten Operationen (dazu später mehr).
Da der Fileserver rund um die Uhr läuft war es mir wichtig, das die neuen Komponenten so wenig wie möglich Energie verbrauchen, ausserdem braucht ein File-Server nicht viel Rechenleistung. Bisher verrichtete ein AMD AthlonXP 2200+ nebst 512MB DDR1 Ram und einer ATI Rage128 AGP den Dienst.
Meine Entscheidung fiel diesmal auf ein mATX Board inklusive integrierter Grafikkarte, dem Gigabyte GA-MA69VM-S2, welches schon letztes Jahr erschienen ist. Ausserdem eine kleine stromsparende CPU von AMD, den Sempron 64 LE-1200. Die Hauptpriorität meiner Entscheidung lag in erster Linie bei dem Preis (Gesamtpreis gerademal ca 67€!) und dem Energieverbrauch.
Als Ram kommt 1x 1GB DDR2 6400 von MDT zum Einsatz, welchen ich hier noch zuliegen hatte.
[center]Verpackung/Lieferung[/center]1. Verpackung:
Board und CPU werden in den typischen Kartons geliefert, wobei der Gigabyte Karton relativ schlicht daherkommt.
2. Inhalt:
Dem Board liegt folgendes bei:
- Anleitung (nur in Englisch)
- 2x Sata Kabel
- 1x ATA133 Kabel
- 1x Floppy Kabel
- 2 Treiber CD's (1x für Vista und 1x für XP/2000)
- IO Blende
Eine sehr überschaubare Ausstattung. Bei einem Preis von ca 46€ sollte man nicht allzuviel Zubehör erwarten.
3. CPU:
Die Boxed Version des LE-1200. Der bekannte AMD Boxed Kühler ist dabei inklusive aufgetragener WLP.
[center]Einbau und Installation[/center]Der Einbau verlief auch mit diesem Bundle problemlos und ohne Fehler.
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Die CPU wurde sofort erkannt und auf dem VGA Ausgang gab es ebenfalls beim Erststart sofort ein Bild.
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Die Installation von WinowsXP Pro SP3 verlief ohne Probleme, die meisten Geräte mußten jedoch mittels Treiber CD nachinstalliert werden, da Windows diese sonst nicht erkannte.
[center]Das Mainboard[/center][center]

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[center]Quelle Gigabyte[/center]Das Mainboard ist im Juni 2007 erschienen, also seit etwas mehr als einem Jahr auf dem Markt und basiert auf dem 690V Chip von AMD.
Es verfügt über einen PCI-E x16 (1.1) und einen PCI-E x4. Es können zusätzlich noch 2 herkömmliche PCI Slots belegt werden.
Für den Ram-Ausbau stehen insgesamt 4 Bänke zur Verfügung, die bei richtiger Bestückung im Dual-Channel laufen.
Es können 4 Sata, 1 Pata (2 Geräte) und 1 Diskettenlaufwerk direkt an das Board angeschlossen werden. Die Sata-Ports verfügen darüber hinnaus noch über Raid-Modis.
Sowohl North- als auch South-Bridge werden durch normale Alu passiv Kühlrippen gekühlt. Als Southbridge kommt die SB600 von AMD zum Einsatz.
Der Lan-Port wird über einen extra Chip des Herstellers Realtek angebunden. Der Soundchip kommt ebenfalls von Realtek und trägt die Bezeichnung ALC 888. Dieser kann bis zu 8 Kanäle ansteuern mit dem geeigneten Boxen System.
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Quelle Gigabyte[/center]
Bis zu 10 USB2.0 Ports stehen zur Verfügung, 4 sind direkt zugänglich über das IO Backpanel, 6 weitere können über das Board noch angesteuert werden.
Der auf dem Bild abgebildete Firewire Port ist in der derzeitigen Version
nicht mehr vorhanden, was auf weitere Einsparmaßnahmen hindeutet um den Preis möglichst gering zuhalten.
Desweiteren sind folgende Ports direkt am IO Backpanel zuerreichen:
- PS/2 Keyboard Port
- PS/2 Mouse Port
- Parallel Port (LPT)
- Com Port
- VGA Port
- 10/100/1000 RJ-45 Lan Port
- 7.1 Audio Out
Ein weiterer Com Port und SPDIF können über das Mainboard optional angeschlossen werden.
Neben dem GA-MA69VM-S2 gibt es noch ein sehr ähnliches Board, welches sich jedoch nur in der Größe (und Preis) unterscheidet.
GA-MA69VM-S2 -> mATX
GA-MA69G-S3H -> FullATX
Beide Boards sind im grunde identisch, natürlich hat das GA-MA69G-S3H durch die FullATX Größe ein paar mehr PCI-E x1 Slots.
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Als Bios kommt die Version F8 zum Einsatz. Diese war schon ab Kauf aufgespielt und ist die aktuellste Version, die es für dieses Board gibt.
Ein paar Nachteile gibt es allerdings mit diesem Board dennoch, die ich euch nicht vorenthalten möchte.
Zum einen ist das der Videoausgang in Form eines analogen Sub-D. Das Board bietet keine Möglichkeiten das Videosignal digital als DVI oder gar HDMI auszugeben.
Ausserdem kommt wie oben schon erwähnt die SB600 von AMD zum Einsatz. Diese ist in vielen anderen Tests auf anderen Boards schon negativ aufgefallen, aufgrund der geringen USB2.0 Übertragungsrate. Ein weiterer negativer Punkt, welches eher Overclocker betrifft ist das Bios. Dazu aber später mehr.
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Die integrierte Grafikeinheit[/center]
Als Grafikeinheit kommt der ATI Radeon Xpress 1200 zum Einsatz. Ein etwas in die Jahre gekommener Chip mit Hyper Memory, was soviel bedeutet, als das die Grafikeinheit sich den Ram mit dem Hauptspeicher teilt.
Im Bios kann man einstellen wieviel Ram vom Hauptspeicher dem Grafikteil zugewiesen werden soll. Ausserdem kann im Bios der GPU Clock direkt eingestellt werden. Standardmäßig steht dieser auf 400MHz.
Der Radeon Xpress 1200 wird noch in 80nm Strukturgröße gefertigt und beherrscht nur DirectX 9 und Shader Modell 2.0. Der Bus beträgt 64Bit und ist damit am unteren Ende angesiedelt.
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Da dieses Board mit der integrierten Grafik sicherlich
nicht als Gamer Bundle ausgelegt ist, war die magere Leistung der Grafikeinheit von vornerein klar gewesen.
In meinem File-Server spielt die grafische Leistung überhaupt keine Rolle, dennoch habe ich 3DMark06 mal drüber laufen lassen.
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Im Vergleich zu meinen anderen Systemen (spaßes halber):
3DMark 06,
Standard Einstellungen|||||||||||1060 Punkte - AMD Athlon X2 4850e@3,0GHz/Nvidia GeForce 8300
||||||||||986 Punkte - AMD Athlon X2 4850e@2,75GHz/Nvidia GeForce 8300
|||||||||911 Punkte - AMD Athlon X2 4850e@2,5GHz (Standard)/Nvidia GeForce 8300
||285 Punkte - AMD Sempron 64 LE-1200@2,1GHz (Standard)/AMD 690V
Sicherlich mag es auch noch damit zusammenhängen, das ich der Grafikeinheit nur 64MB Speicher zugewiesen habe, aber wie gesagt, mehr ist für den File-Server Betrieb eh nicht notwendig. Es muß unter XP lediglich der Desktop dargestellt werden.
[center]Die CPU[/center][center]

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[center]Quelle AMD[/center]Die neue AMD Sempron LE Serie ist erst im Januar 2008 auf den Markt gekommen. Die Marke Sempron führte AMD mit der damaligen Athlon XP Serie ein und steht für die Low-Kost CPU's aus der Produktfamilie. Vor der Namensänderung in Sempron hießen die Low-Kost CPU's von AMD noch Duron. Die Sempron Reihe ist der Gegenpart zu Intels Celeron Reihe, wobei die ersten Semprons mit echtem Dual-Core noch ein wenig auf sich warten lassen, wohingegen Intel mit dem E1200/E1400 schon Dual-Core Celerons auf den Markt gebracht hat.
Aktuell sind die Semprons also noch Single-Core Prozessoren. Allerdings haben auch die noch ihre Daseinsberechtigung. Nicht überall ist viel Rechenpower in Form von merheren Kernen notwendig, bsp. in kleinen Büro's wo die Office PC's nur für die Buchhaltung, Word, Excel, Mail und ein wenig Surfen benutzt werden. Oder wie in meinem Fall als File-Server um nur die Daten der Festplatten bereit zuhalten. Die meiste Zeit haben also Prozessoren in solch einem Aufgabenfeld nichts zutun und reichen von daher aus.
Die aktuelle LE-Serie ist zudem sehr stromsparend, AMD gibt eine TDP von 45W an.
Es gibt insgesamt 4 CPU's in der LE-Serie, wovon sich 2 in einem Punkt wesentlich unterscheiden, wenn man die Taktgeschwindigkeit aussenvor lässt:
LE-1100- Revision - G1
- Core Speed - 1900MHz
- L2 Cache - 256KB
LE-1150- Revision - G1
- Core Speed - 2000MHz
- L2 Cache - 256KB
LE-1200- Revision - G1
- Core Speed - 2100MHz
- L2 Cache - 512KB
LE-1250- Revision - G2
- Core Speed - 2200MHz
- L2 Cache - 512KB
Siehe auch:
AMD Sempron Compare
Standardmäßig beträgt der Takt des HT-Links beim LE-1200 200MHz (effektive 800MHz) und wird mit 1,3v betrieben auf dem Gigabyte Board. Dadurch wird der Speicher nur mit 350,8MHz (effektive 701,6 MHz) betrieben, also weit unter den möglichen 800MHz.
Dennoch, was darf und kann man für eine Leistung bei einem 22€ Prozessor samt Kühler erwarten?
Nun, für diese Frage hab ich ein paar Benchmarks durchlaufen lassen.
Super PI/mod1.5 XS
Calculated 1mb
Im Vergleich zu meinen anderen Systemen:
||||||||||||||14.703 Sekunden - Core2Duo E6750 OC@3.5GHz/Gigabyte P35-DS3, Intel P35/4GB Ram OC@876MHz
|||||||||||||||||||||||||||||||31.094 Sekunden - Athlon X2 4850e@3.0GHz/Asus M3N-H/HDMI/2GB Ram 857,2MHz
|||||||||||||||||||||||||||||||31.890s Sekunden - Celeron E1200 DualCore OC@2.3GHz/ASRock 775Dual-VSTA, VIA PT880/2GB Ram 580mhz
|||||||||||||||||||||||||||||||||33.969 Sekunden - Athlon X2 4850e@2.75GHz/Asus M3N-H/HDMI/2GB Ram 785,8MHz
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||37.625 Sekunden - Athlon X2 4850e 2.5GHz/Asus M3N-H/HDMI/2GB Ram 714MHz
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||45.547 Sekunden - Sempron 64 LE-1200 2.1GHz/Gigabyte GA-MA69VM-S2, AMD 690V/1GB Ram 701,6MHz
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||46.062 Sekunden - Celeron E1200 DualCore 1.6GHz/ASRock 775Dual-VSTA, VIA PT880/2GB Ram 667MHz
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||49.188 Sekunden - Pentium4 Northwood 3.0GHz/Gigabyte 8KNXP, Intel i875P/3GB Ram 400MHz
Wie man sehr schön erkennen kann schlägt der um über 10€ günstigere Sempron den Celeron E1200 auf Standardtakt. Auch den leicht angestaubten P4 kann er locker überholen, wobei man da anmerken muß, das der P4 wesentlich mehr Energie verbraucht und wesentlich heißer wird.