|
Zunächst ein Schnelleinstieg eine Überprüfung des eigenen Systems:
Einstellungen in Register "Verbindungen" OK? Wie schon ausgeführt, sollte UL
etwa 80% des Maximums betragen, DL dem Maximum der Bandbreite und
Connections ca. 500 (bzw. 100 bei Win98) angegeben sein. Näheres siehe dort.
Low ID? Wenn ein Router oder eine Firewall im System sind, diese optimal
einstellen (siehe entsprechende Punkte im Register ). Sonst einfach noch
einmal mit einem anderen Server connecten. Hilft auch das nicht, alle Punkte
unter " ID Problematik " checken.
Aktuelle server.met? Eine server.met sollte allerspätestens nach 24 Stunden
aktualisiert werden. Dazu steht insbesondere die Funktion "Realtime
Serverlist" zur Verfügung.
Bevor auf weitere Details eingegangen wird, sollten einige grundsätzliche
Punkte klar sein:
Gesamter Download = Gesamter Upload
Damit ist nichts anderes gemeint, als die Tatsache, dass man aus einem
System nicht mehr herausholen kann, als hineingesteckt wird.
Die überwältigende Mehrheit der File-Sharer hat einen der gängigen DSL
Anschlüsse und kann damit 16 Kilobyte/sec maximal uploaden. Die Menge, die
von Usern mit Breitbandanschlüssen mehr hochgeladen wird, wird durch die
ausgeglichen, die kein DSL haben, ihr System sehr stark belasten, ihren
Upload stark begrenzen (böse!) usw.
Daraus ergibt sich, dass eine Downloadrate von etwa 16 kbs (plus/minus 4)
ein guter Mittelwert ist. Bessere Werte kann mal letztendlich nur dadurch
erhalten, dass andere User weniger bekommen. Und Spitzenwerte nur dadurch,
dass andere extrem wenig bekommen.
Geduld
Dateien mit eMule laden ist nicht mit dem Download von Internet Quellen
vergleichbar und schon gar nicht mit dem Laden via ftp (was NICHT
Bestandteil dieser FAQ ist!). Es ist völlig ausgeschlossen, dass ein
Download im gleichen Moment beginnt, wie ein Doppelklick auf eine Datei
erfolgt ist.
Vielmehr hat man in diesem Moment des Doppelklicks lediglich den Wunsch
geäußert, dass andere etwas von ihren Files abgeben. Technisch gesehen wird
jetzt die Anfrage an den Server geleitet und nach einer Zeit von bis zu 18
min später erst an die weiteren Clients, die ebenfalls mit dem Server
verbunden sind. Zur Erinnerung: Man saugt nicht vom Server, sondern dieser
erfüllt lediglich eine Vermittlungsfunktion, dient quasi als "Telefonbuch".
Bis zu diesem Zeitpunkt hat man nun noch kein einziges Byte erhalten. Nun
ist es nicht so, dass die anderen Clients nur darauf warten, etwas abgeben
zu können. Man wird also lediglich in eine Warteschlange all derer
eingereiht, die von diesem Client ebenfalls etwas haben möchten. Und zwar
nicht zwingend die gleiche Datei, sondern möglicherweise auch etwas völlig
anderes. Statt die Übertragung zu starten, wird man in der Regel zunächst
lediglich eine Wartenummer erhalten. Das ist der QR Wert, der in der
Useransicht des Transferfensters angezeigt wird.
Irgendwann wird nun die Dateiübertragung von wenigstens einem anderen Client
beginnen. Doch dieser sendet nicht mit der vollständigen ihm zur Verfügung
stehenden Bandbreite, sondern nur mit einem Bruchteil. Denn schließlich
überträgt der andere Client ja noch an weitere User Dateien. Man wird also
zunächst nur einen ausgesprochen geringen Download erhalten.
Und diese Übertragung geht auch nicht endlos weiter, sondern sie endet nach
der Übertragung eines "Chunks", also etwa 9MB maximal. Danach wird man
wieder ganz hinten in der Warteschlange eingereiht.
Erst dadurch, dass man bei mehreren Usern in der Warteschlange aufrückt und
dann möglicherweise auch von mehreren gleichzeitig lädt, erhöht sich die
Download Geschwindigkeit. Ist aber die Nachfrage deutlich höher, als das
Angebot, kann es auch nie dazu kommen. Das ist systembedingt.
Zusammenfassend lässt sich sagen: eMule ist kein "Kurzzeit Ladeprogramm"! Zu
vernünftiger Download Geschwindigkeit wird man erst nach vielen Stunden
kommen. Lediglich ein 24 Stunden Dauerbetrieb ermöglicht akzeptable
Downloadraten!
Downloadrate von 8 oder niedriger
Wenn auch nach 8 - 10 Stunden die Downloadrate immer noch niedriger als 8
liegt und die angeforderten Dateien nicht gerade brandneu (Angebot und
Nachfrage!), sollte schon einmal überprüft werden, ob das eigene System
eigentlich optimal eingestellt ist. Unter "Einstellungen" im Register
"Verbindung" sollte einmal kontrolliert werden:
Downloadrate: 0 Das bewirkt, dass man soviel bekommt, wie das System hergibt
Uploadrate: 13 (bzw. 80% der Bandbreite) Das bewirkt, dass der Upload auf
diesen Maximalwert begrenzt wird. Höhere Werte verhindern gleichzeitiges
Surfen und beschränken den Download. Niedrigere Werte erhöhen wegen des
Credit Systems die Wartezeit in Queues. Niedriger als 10 bewirkt, dass der
Download auch durch die UL/DL ratio begrenzt wird
Max Connections: Je nach Betriebssystem. Maximal 150 für Win98 oder WinME /
bis zu 1000 bei Winn2000 oder WinXP. Höhere Werte sind bei eMule nicht nötig
und auch schädlich für die Stabilität (Ressourcenbelastung). Ein Wert von
1000 bei WinXP hat sich als recht passabler Wert herausgestellt.
Max Sources: Der Wert sollte hoch genug eingestellt sein, dass eMule Quellen
findet aber auch nicht zu hoch eingestellt sein.
Ansonsten verwendet eMule zu viele Ressourcen auf die Quellensuche. 200-400
genügen hier, aber auch 500 hat sich als recht passabler Wert
herausgestellt.
Dann überprüfen, was und wie viel man downloaden möchte.
Vielleicht ist nur eine Datei in der Queue (zum Download angegeben). Wenn
die Datei zudem noch selten ist hat man so gut wie keine Aussicht darauf
dass man z.B. die volle DSL-Speed ausnutzen kann. Das Netzwerk profitiert
prinzipbedingt von vielen Dateien die heruntergeladen werden sollen. Vor
allem wenn die Dateien stark verbreitet sind, kommt dies zum Tragen, vor
allem das Runterladen von vielen Quellen.
Es kann also schon helfen, einfach noch einige Dateien zu downloaden.
Allerdings nutzt die beste Verteilung nichts, wenn gleichzeitig zu viele
User die Dateien wollen. Dann werden nämlich zunächst so viele User
connected, wie Anbieter zur Verfügung stehen und der Rest landet eben doch
nur in der Warteschlange.
Überprüfen, ob eine aktuelle "frische" server.met vorliegt. Nur dann kann
man überhaupt connecten und nur, wenn connected ist, kann man überhaupt
(neue) Quellen erhalten.
Im Übrigen: eMule profitierte anfänglich (Anfang September 2001) davon,
durch schlankere Programmierung und bessere Ausnutzung des Protokolls
schneller connecten zu können, als z.B. eDonkey. So unschön das klingt, aber
die "schnellen" Downloads nahmen den Usern mit der älteren Software
gewissermaßen den Speed weg. Zwischenzeitlich ist eMule deutlich weiter
verbreitet und damit egalisiert sich das Ganze. Downloadraten von 50, 60
oder gar über 80 kbs sind zwischenzeitlich die Ausnahme und können definitiv
durch NICHTS "erzwungen" werden.
Mein Download startet überhaupt nicht!
Bevor ein Download startet, müssen durch eMule erst mehrere Operationen
durchgeführt werden.
a) Der Server muss Quellen suchen und, wenn gefunden, die Vermittlung zum
Client herstellen
Ist also in "Einstellungen" ein akzeptabler Wert für "Max Quellen"
eingestellt? Werden im Downloadfenster Quellen angezeigt?
b) Die anderen Clients reihen den anfragenden Client in ihre Warteschlange
ein
Dabei geben eMule Clients Auskunft über den Platz in der Queue. Diesen Platz
kann man durch Doppelklick auf ein File im Downloadfenster einsehen. Hinter
einer reihe von Usern steht dann eine Angabe von "QR: xxx" (wobei xxx für
eine Zahl steht) Sind diese Werte alle recht hoch? Gar 500 oder noch höher?
Dann wird es noch eine Ganze Weile dauern, bis ein Download beginnt.
In der Regel liegt ein nicht startender DL daran, dass die Nachfrage nach
bestimmten Quellen höher ist, als das Angebot von Quellen. "Viele Quellen"
bedeutet noch gar nichts, wenn zu viele diese Quellen möchten!
Pauschale Antwort daher: Geduld haben und Warten. Auch eine Wartezeit von
einer Stunde liegt durchaus noch im Normalbereich.
Aber es werden nn Quellen gefunden, da muss doch ein Download möglich sein.
Wieso startet der trotzdem nicht?
Es kommt in der Regel ein
weiterer Faktor zum Tragen: Die Warteschlange. Es jetzt auch darauf an, auf
welchem Platz man steht. Eines wird nämlich gerne vergessen: Selbst wenn man
der einzige Mensch im Netz ist, der das File will, so haben doch die, die
das Begehrte haben, auch noch weitere Files. Und die wiederum werden von
anderen angefordert.
Bei noch so hoher Quellenzahl kann des daher vorkommen, dass der Download
nicht startet, wenn die Zahl der Anfordernden noch höher ist.
Hilft eine "schnelle server.met"?
Die Datei server.met ist für das eDonkey/eMule Netzwerk absolut notwendig,
wird aber auch häufig überschätzt. Mit einer guten und neuen server.met
erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, rasch zu einem Server zu connecten.
Dadurch kann ein Download früher starten. Damit ist aber die Wirkung der
server.met auch schon erschöpft. Denn vom Prinzip des Netzwerkes her werden
Quellen nicht nur beim "eigenen Server" gesucht, sondern über die
Verbindungen der Server untereinander weitergeleitet. Früher oder später
wird man also auf jeden Fall an die gewünschten Quellen kommen. Allerdings
mit einer kleinen Einschränkung (siehe nächster Punkt)
Eine server.met hat jedenfalls vom Grundsatz her keinen Einfluss auf die
Geschwindigkeit eines Servers! Es gibt aber optimierte server.mets, die nur
besonders schnelle Server enthalten.
Bekomme ich schneller meine Files, wenn ich einen schnellen Server habe?
Nur indirekt hat die Geschwindigkeit eines Servers einen gewissen Einfluss
auf die Downloadgeschwindigkeit. Server haben nicht die Dateien, die man
downloaden möchte. Insofern ist also die Leistungsfähigkeit völlig egal. Man
downloadet von einem anderen Client und nicht vom Server. Ein schnellerer
und leistungsfähigerer Server wird allerdings zuverlässiger für die
Weitervermittlung zu anderen Servern sorgen. Das führt immerhin zu mehr
Downloadquellen. Das kann, muss aber nicht zu einer Erhöhung der
Downloadrate führen. (Wenn die Clients nichts abgeben, nutzt der schnellste
Server nichts!)
Mein Download beträgt über xx kByte/sec, ist das nicht zu hoch?
Der technisch maximal erreichbare Wert der Downloadgeschwindigkeit ergibt
sich aus der Art der Internetverbindung und beträgt als Faustregel den vom
Provider angegebenen Wert dividiert durch 8. Bei DSL also z.B. 736/8 = 92.
Da allerdings bei der Umrechnung von Bytes zu Kilobytes teilweise nur der
vereinfachte Faktor von 1000 und teilweise der exakte Faktor von 1024
verwendet wird, kann der technisch mögliche Maximalwert bis zu 96 betragen.
Oftmals wird von wesentlich höheren Verbindungsraten berichtet. Die
angegebenen Werte liegen dann in Bereichen weit über 100 und oft bei 300-400
und mehr. Diese überhöhten Werte sind immer eine Fehlanzeige ! Diese
Fehlanzeige resultiert daraus, dass eMule nur in bestimmten Intervallen die
geladenen Bytes in Bezug zur vergangenen Zeit setzt und daraus eine
Geschwindigkeit berechnet. Wenn nun durch bestimmte systembelastende
Aktionen wie z.B. Brennen einer CD, Hashen, Completing etc. die Menge der
geladenen Bytes und/oder der verstrichenen Zeit falsch oder gar nicht
erfasst wird, werden die Berechnungen der Speed falsch erfolgen. Dadurch
können extrem hohe Werte angezeigt werden, die allerdings nicht der Realität
entsprechen. Diese "Mondwerte" werden auch nur für 5-10 min angezeigt und
normalisieren sich dann wieder.
________________________
Warum man sich hätte überlegen sollen, wen man gewählt hat Deutscher Rock, zur Verfügung gestellt von der Piratenpartei 145 mb
|