PiratuxNach diversen Anläufen mit unterschiedlichen Linux-Distrbutionen als Basis ist es jetzt vollbracht: Eine erste ordentlich brauchbare und vor allem von jedermann leicht erweiterbare Linux-Live-CD ist fertiggestellt!
VorgeschichteUrsprünglich sollte Piratux auf DreamLinux 3.3 basieren. Nach dem piratigen Aufbereiten (Installation von Tor, Strippen um nicht notwendige Dinge, Update von Paketen, Piratendesign) wurde mit den bordeigenen Tools ein neuer Master erstellt, der auf einem USB-Stick installiert wurde.
Leider stellte sich heraus, dass DreamLinux keine besonders gute Basis war, da die zum Remastering notwendigen Tools von Mal zu Mal schlechter funktionierten.
Ein weiterer Versuch war die Hardcore-Variante mit sidux. Alles in allem sehr erfolgversprechend. Allerdings nicht unbedingt dazu geeignet, den durchschnittlichen PC-Nutzer zu Aha-Erlebnissen hinzureißen...
Auf den folgenden Seiten wird die Erstellung einer eigenen Piratux-Distribution auf Basis von Sidux beschrieben - falls jemand Lust hat, auch die harte Variante durchzuspielen:
Piratux/Vorbereitung, Piratux/Anpassungen, Piratux/EinpackenPiratuxDie aktuelle Version von Piratux basiert auf Xubuntu 9.04, das Remastering wurde mittels Remastersys durchgeführt. Ein Vorgang, der es auch Menschen mit wenig Lust, sich in die Linux-Architektur zu vertiefen, mit wenigen Klicks ermöglicht, eigene ganz persönliche Live-CDs zu erstellen.
FeaturesWindowmanager: XFCE (klein und schlank); kein Screensaver (Platz sparen!); Startmenü links oben (Gnome-like) und im Desktop-Kontextmenü (rechte Maustaste auf dem Desktop drücken); das Hintergrundbild wechselt zufällig bei jedem Start.
Der einzige vorhandene Nutzer heißt 'pirat', Passwort ist ebenfalls 'pirat'. Das root-Passwort ist Ubuntu-typisch nicht gesetzt - wer root werden will, muss es über 'sudo su' werden.
Das Image ist ca. 620 MB groß. Es ist sowohl möglich, eine gewöhnliche Live-CD zu erstellen als auch eine USB-Stick-Version mitsamt Persistenzdatei zum Speichern von Änderungen zu erzeugen. Das dazu notwendige Tool befindet sich bereits auf der CD.
Installierte Software * Office:
o Abiword
o Gnumeric
o Evince (PDF-Viewer)
* Grafik:
o GIMP (Bildbearbeitung)
o Inkscape (vektorbasiert Zeichnen)
* Multimedia:
o Aqualung (Audioplayer)
o Brasero (CDs brennen)
o VLC (Mediaplayer)
* Internet:
o AnonProxy (
Anonymisierungsdienst der TU Dresden, u.a. ist ein Mix-Proxy vom LV Bayern gestellt)
o
Firefox (inkl. Adblock plus, konfiguriertem RefControl und standardmäßiger Nutzung des Anonymisierungsproxies)
o Gnome Network Manager (Einfache Netzwerkkonfiguration)
o Remote Desktop Viewer
o Transmission (Bittorrent-Client)
o XChat (IRC-Chat, #piraten-hamburg und #piratenpartei voreingestellt)
* Spiele:
o Atomix (Puzzle, Moleküle aus Atomen zusammenschieben)
o FreeCiv (Civilization-Clone)
o FreeDroid (Clone des C64-Klassikers Paradroid)
o Gweled (Puzzle, Edelsteine durch Vertauschen zusammenstellen)
* System:
o Htop (kleiner, feiner Taskmanager)
o GParted (Festplatten partitionieren)
o Remastersys (zum Remastering dieser CD)
o USB-Creator (zum Erstellen von bootfähigen USB-Sticks)
o Synaptic (Paketverwaltung, Software (de-)installieren - läuft auch über den AnonProxy, solange die HTTP_PROXY-Umgebungsvariable gesetzt ist)
Linux auf USB-Stick erzeugenDurch den mitgelieferten USB-Creator ist es ganz einfach, einen bootfähigen Stick zu erzeugen, der Piratux enthält. Einfach einen (leeren) USB-Stick einstecken, im Menü System/ USB-Startmedien-Ersteller auswählen und den Anweisungen folgen - fertig
siehe anhang 1
Eigene Distribution auf Piratux-BasisPiratux enthält absichtlich kein Mailprogramm. Auf einem USB-Stick installiert mag dies Sinn machen, doch sei hier davor gewarnt, den Stick zu verlieren, wenn das nachträglich installierte Mailprogramm alle Mails in der Persistenzdatei vorhält... Nichtsdestotrotz dürfte es den einen oder anderen geben, der Piratux gerne seinen eigenen Wünschen anpassen möchte. Hier bietet sich Remastersys an. Vorgehensweise: Alles installieren und konfigurieren, wie man möchte und dann Remastersys im Backup-Modus starten. Als Arbeitsverzeichnis sollte eine externe Festplatte benutzt werden (Achtung! Kein Kein NTFS als Filesystem nehmen, sonst stimmen die Dateirechte hinterher nicht mehr!).
siehe anhang 2
DownloadHier der Link zum Image:
piratux.iso (Mirror:
piratux.iso)
ACHTUNG: Es handelt sich hierbei noch um eine erste Testversion! Nur herunterladen, wenn Ihr mutig seid! Okay... kaputtgehen sollte nichts. Aber es ist möglich, dass sich die nächsten Tage noch ein paar Kleinigkeiten ändern.
md5-Checksumme: 362f347c37c55e5a9239c26e4bbb761c
Bitte unbedingt die Checksumme überprüfen! Ein Fehler im Image muss sich nicht sofort auswirken, ist aber auf jeden Fall fatal. Wenn der Download nicht ganz funktioniert hat, entweder nochmal versuchen oder info an mich:
-dr-In folgendem Paket gibt es noch was für alle Ubuntu- (und prinzipiell auch Debian-)Nutzer: Das Piraten-usplash-Theme. Zwar noch ein einer recht frühen Version, aber vielleicht möchte einer ja daran weiterbauen? Datei:
Piratux usplash.zipSupport / HilfeIhr könnt eure Fragen und Anregungen
dort auf der Wiki (bzw.
Diskussionsseite zu dieser Wiki-Seite) stellen. Schreibt auch eure Erfahrungen und euer Feedback hier rein.
IRC Channel auf Freenode:
#piratuxSiehe auch *
Piraten-CD *
USB-Sticks